Auf dieser zusätzlichen Seite erfahren Sie etwas mehr über die Aktivitäten unseres Chorleiters als Rezitator und Sprecher.
Alexander Stein ist als Sprecher bisher u.a. in den Landestheatern Detmold und Tübingen, am Staatstheater Nürnberg sowie für eine Hörspielproduktion des WDR in Erscheinung getreten. Neben seiner Arbeit als Gymnasiallehrer und Chorleiter widmet er sich gelegentlich einem musikalisch-literarischem Programm, welches in einem ausgewählten Rahmen vorgestellt wird.
Jizchak Katzenelson: Großer Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk - die bedeutendste Dichtung zum Holocaust
Jizchak Katzenelson (1886-1944) schrieb das Poem, den Tod vor Augen, im Sonder-KZ Vittel. Er stellte Dos Lied vunem ojsgehargetn jidischen volk im Januar 1944 fertig und schaffte es, das Manuskript (handschriftlich auf Zigarettenpapier, versteckt in drei Flaschen) unter einem Baum zu vergraben. Eine zusätzlich angefertigte Kopie gelang - eingenäht im Ledergriff eines Koffers - mit Hilfe einer Mitgefangenen nach Palästina. Wolf Biermann fand beide Fassungen 1992 bei seinem Besuch der Warschauer Ghettokämpfer, nördlich von Haifa. Auf Bitten von Arno Lustiger, der sich um eine Dokumentensammlung über den Jüdischen Widerstand bemühte, dichtete Biermann zunächst den Schlussgesang neu. Vom Text beeindruckt übersetzte er in zweijähriger und mühevoller Arbeit schließlich alle Gesänge dieses einzigartigen literarischen Werkes. Denn, so Biermann, "ein Poem über das Grauen hält länger als grauenhafte Dokumente. Zumindest von den Gedichten, die man kennt, mag Katzenelsons das allerschönste sein. Ja, 'schön'! denn gerade ein Gedicht über das Allerhäßlichste ist nur zu ertragen, wenn es auch ein großes Kunstwerk ist ..."
Lesung mit jiddischen Liedern 
Alexander Stein - Sprecher
Reinhild Burk - Sopran
Markus Hirsch - Klarinette
Derzeit gibt es keinen Termin.
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Kressmann Taylor: Adressat unbekannt
Briefroman in szenischer Lesung mit Liedern und Chansons der 1930er und 1940er Jahre
Bereits 1938 erschien im New Yorker Story Magazin „Adressat unbekannt", der bewegende fiktive Briefroman zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden von Kathrin Kressmann Taylor. Damals ein Werk von beklemmender Aktualität, heute ein literarisches Meisterwerk. In bewegender Schlichtheit wird die dramatische Entwicklung einer Freundschaft zwischen San Francisco und München von 1933 bis zur Machtergreifung Hitlers nachzeichnet. „Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben. ‚Adressat unbekannt’ sollte Schullektüre werden, Pflichtlektüre für Studenten, es sollte in den Zeitungen abgedruckt und in den Cafes diskutiert werden“, schrieb Elke Heidenreich bei der deutschen Veröffentlichung des Buches im Jahr 2000.
In dem musikalisch-literarischen Abend werden die fiktive Ebene des Romantextes mit historischen Fakten und Musik von 1932 bis 1934 (vom Kunstlied über Operette und Schlager bis Jazz) zu einem Abend gestalteter Zeitgeschichte verwoben.

„Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben. ˒Adressat unbekannt˓ sollte Schullektüre werden, Pflichtlektüre für Studenten, es sollte in den Zeitungen abgedruckt und in den Cafes diskutiert werden.“
(Elke Heidenreich)
Alexander Stein - Sprecher
Melanie Hirsch - Sopran Alexandra Ismer - Klavier Markus Hirsch - Sprecher
Reutlingen, November 2010
Wernigerode / Harz, Festsaal "Lyceum", Landesgymnasium für Musik, Zeit: N.N.
Alte Synagoge Hechingen, Goldschmiedstraße 20, 72379 Hechingen, Zeit: N.N.
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Ein neues Programm ist derzeit in Vorbereitung.
Kontakt: rezitation@lehrer-singen.de
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